An einem durchgrünten Südhang an erhöhter Lage in Zürich-Höngg entsteht ein Wohnhaus mit 30 Wohnungen. Das zusammenhängende Gebäude besetzt die Parzelle in Ost-West-Richtung. Strassenseitig zeigt es sich als rhythmisierte Abfolge von einzelnen Gebäudeteilen, wodurch die Massstäblichkeit der Nachbarschaft fortgeführt und der Verlauf des Strassenraums gestärkt wird. Zur Gartenseite hin wird eine Abfolge von drei Köpfen ausgebildet, die sich mit der Dehnung der Parzelle graduell vergrössern. Mit dieser Massnahme wird die Oberfläche an guten Lagen zur Aussichts- und Südseite hin erhöht, womit alle Wohnräume von Sonne und Aussicht profitieren.
Die Wohnungen gliedern sich typologisch in zwei Arten: Die Wohnungen im hangseitigen Körper sind Durchstosswohnungen mit Bezug sowohl zur Strassen- als auch zur Gartenseite. Durch die diagonale Grundrissorganisation von Küche, hallenartigem Wohnraum und Loggia sind Blickbezüge aus der Tiefe des Grundrisses über den Garten und die Stadt möglich. Die Gartenwohnungen sind als verwinkelte Abfolge von Eingang, Küche, Wohnraum und Loggia organisiert, so dass die Wohnungen sowohl Sichtbezüge zu den seitlichen Gärten als auch zum Süden über die Stadt hin aufweisen.
Die Gebäude aus Einsteinmauerwerk sind aussen mit einem hellen Waschputz versehen. Diese einheitliche Wirkung der Hülle verstärkt die plastische Erscheinung der Baukörper in ihrem Spiel von Licht und Schatten. Die auf der Südseite mit den Baukörpern verwobenen Loggias sind als Kontrast dazu als leichte, farbige Stahlkonstruktionen ausformuliert. Die Fenster sind auf der Innenseite des Mauerwerks angeschlagen und bilden so tiefe Leibungen aus, an denen seitlich farbige Schiebefaltläden angebracht sind.
Durch die Gestaltung des Aussenraums wird die besondere Identität des Hönggerbergs gestärkt und der Freiraum der Siedlung mit der Umgebung vernetzt. Die Topographie der Anlage wird mithilfe niedriger Betonmauern gefasst und terrassiert. Hochstämmige Bäume an der Strasse bezeichnen den öffentlichen Bereich, während freistehende Gruppen von Pfirsich-, Feigen- und Apfelbäumen der Südseite einen frohen, sommerlichen Gartencharakter verleihen.