Die Wohnsiedlung Dennlerstrasse wurde in den 80er- und 90er-Jahren realisiert. Die insgesamt acht um zwei Freiräume und einen mittigen Verbindungsraum gruppierten Zeilen bestehen aus zusammengebauten Mehrfamilienhäusern mit jeweils fünf bis sechs Geschossen. Die Siedlung verfügt über eine beträchtliche Ausnutzungsreserve. Durch eine geeignete Transformation des Areals sollen in zwei Etappen neu ca. 600 Wohnungen sowie gemeinschaftliche und öffentliche Nutzungen entstehen.
In der ersten Etappe werden an vier städtebaulich relevanten Stellen die Zeilen abgebrochen und mit neuen Gebäuden unterschiedlicher Typologie besetzt, welche den aktuellen Mangel an Öffentlichkeit im Erdgeschoss kompensieren und den Bestand mit neuen, zeitgemässen Wohnungen ergänzen. Die restlichen vier Zeilen sowie die komplette Tiefgarage werden erhalten. Mit diesem Eingriff werden die heute hermetisch und isoliert wirkenden Höfe aufgebrochen und zu einem neuen, durchgängigen Hofraum zusammengefasst, der weitläufige Blickbezüge ermöglicht und sich über verschiedene Zugänge mit dem umgebenden Quartier verzahnt. Die übergeordnete Wegverbindung durch den Hof und entlang des Edelweissparks bekommt eine neue Orientierung und Gewichtung.
In der zweiten Phase werden die verbleibenden vier Gebäude möglichst sanft saniert und in Leichtbauweise aufgestockt wobei die Grundriss-Struktur beibehalten wird. Die beiden Zeilen im Süden werden pro Gebäude jeweils mittels Ausstülpungen um Kleinwohnungen ergänzt, womit das Wohnungsangebot diversifiziert wird.
Der Projektvorschlag berücksichtigt unterschiedliche Aspekte der Nachhaltigkeit. Im Mittelpunkt steht die zentrale Haltung: «Alles was nicht neu gebaut wird, verursacht auch keine neuen Treibhausgasemissionen». Nach dieser Maxime wird möglichst viel vom Bestand weiter genutzt, transformiert und behutsam ergänzt. Gegenüber einem kompletten Ersatzneubau können so rund 153 Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart werden.