Der Neubau reiht sich als kompakter Punktbau in die Zone nördlich der Via Maistra ein. Im Gegensatz zum historischen Zentrum sind hier die Gebäude locker gesetzt und in die Landschaft eingebettet. Die abgeknickte Gebäudegeometrie vermeidet Frontalitäten zu den umliegenden Häusern und verzahnt sich mit der Umgebung. Das Haus bildet drei Köpfe aus, die sich in unterschiedliche Richtungen orientieren, so dass Weitblicke in die Landschaft ermöglicht werden.
Das Abknicken des Gebäudes bildet gegen Südwesten einen Ankunftsraum aus. Das Erdgeschoss ist der Gemeinschaft gewidmet. Hier finden sich Waschküche, Skiraum und Abstellplätze für Velos und Kinderwagen. Sitznischen an der Fassade sowie ein Vordach laden zum Verweilen ein. Ein leicht erhöhtes Plätzchen unter den Lärchen fängt die Nachmittagssonne ein und steht der Gemeinschaft zur Verfügung.
Das Gebäude bezieht sich auf die Häuser Pontresinas mit ihren farbigen Putzfassaden mit Holzklappläden und führt diesen Ausdruck fort. Mit Kalk verputze, farbige Fassadenbereiche wechseln sich mit gruppierten Fensterfeldern ab und gliedern das Volumen. Holzverkleidungen der Fenster und der Loggien in vorvergrautem Nadelholz geben der Fassade einen wohnlichen Ausdruck.
Der Einsatz von Stahlbeton wird auf ein sinnvolles Minimum beschränkt: Nur das hangseitig eingegrabene Erdgeschoss, das Treppenhaus sowie die Wohnungstrennwände werden betoniert. Über dem Erdgeschoss wird eine komplette Holzkonstruktion bestehend aus Stützen, Unterzügen und Brettsperrholzplatten gesetzt. Die einfache geometrische Struktur mit vertikalem Lastabtrag lässt sich in Holzbauweise gut umsetzen. Die nicht tragenden Wände im Innern werden mit Hanfkalksteinen erstellt.








WOHNBAU PILOTPROJEKT 2401
INFORMATIONEN
Nutzung
Bauherrschaft
Jahr
Auftragsart
Bauingenieur
Wohnbau
Fundaziun da Puntraschigna
2025
offener Wettbewerb, 3. Rundgang
Walt Galmarini AG
